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Christlich Demokratische Union - Kreisverband Birkenfeld

Die CDU hat ihren Formfehler korrigiert: Bei einem Parteitag im April war Amtsinhaber Matthias Schneider in Birkenfeld mit einem Ergebnis von 87,5 Prozent ins Rennen um die Landratswahl am 26. August geschickt worden. Allerdings hatten die Christdemokraten es versäumt, zwei Personen zu benennen, die im Protokoll die Richtigkeit der Nominierung beeiden. So musste wohl oder übel noch einmal gewählt werden: Bei der Wiederholung in der Mehrzweckhalle Göttschied erzielte Schneider sogar ein noch besseres Ergebnis: Von 82 Mitgliedern votierten 75 für ihn – das entspricht 91,5 Prozent. Ulrike Nadig (Rhaunen), die ihn wie schon in Birkenfeld herausforderte, musste sich mit fünf Stimmen begnügen – immerhin eine mehr als im April. Eine Stimme war ungültig, eine(r) enthielt sich.

„Beide hatten die gleichen Chancen und Rechte: Zur Demokratie gehört es auch, das Ergebnis zu akzeptieren“, sandte der Kreisvorsitzende Christian Wilhelm eine indirekte Botschaft an Nadig, gegen die er sich bei der Wahl zum Kreischef im Februar nur ganz knapp durchgesetzt hatte. Wilhelm entschuldigte sich ausdrücklich für den Lapsus des „noch jungen und unerfahrenen Vorstands“. Diesmal wurden alle Vorgaben genau beachtet und das Tagungspräsidium ausdrücklich nicht mit Mitgliedern des Kreisvorstandes besetzt. Schließlich lief alles glatt – auch für den Landrat. „Das ist ein tolles Ergebnis, das mich sehr zuversichtlich stimmt“, freute sich Matthias Schneider in einer ersten Reaktion über das deutliche Votum. Im Gegensatz zu 2010, als er als krasser Außenseiter gegen den damaligen Amtsinhaber Axel Redmer (SPD) gewonnen hatte, gilt er diesmal selbst als klarer Favorit. Er geht die angestrebte Wiederwahl selbstbewusst und mit breiter Brust an. Das unterstreicht seine Ansage, dass er am 26. August möglichst gleich im ersten Wahlgang gewinnen will.

Zur Unterstützung „meines liebenswerten Kollegen“ war eigens sein Parteifreund Marlon Bröhr, der Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, gekommen, der sich durch seine unnachgiebige Haltung zum Bau einer Mittelrheinbrücke weit über Simmern hinaus einen Namen gemacht hat. Bei diesem Projekt verhalte es sich „ein bisschen so wie mit der Hunsrückspange. Auch da passiert nicht so wirklich viel“, fasste Bröhr seine Eindrücke zusammen. „Nach Fertigstellung des Hochmoselübergangs werden wir den Hunsrück in 20 Jahren nicht wiedererkennen“, unterstrich auch Schneider die Bedeutung dieser Querverbindung zur vierspurigen Bundesstraße 50.

Am Image müsse weiter gearbeitet werden. Der CDU-Kandidat zitierte einen auswärtigen Unternehmer, der im Kreis Birkenfeld hochwertige Ferienhäuser bauen will, mit den Worten: „Ich fühle mich bei euch wohl und gut aufgehoben.“ Beim Breitbandausbau ist laut Landrat „ein Coup gelungen“: Die Firma Innexio, die sich mit einem Kampfpreis um den Auftrag beworben habe, wolle Glasfaserleitung nicht nur bis zum Verteilerkasten, sondern in jeden einzelnen Haushalt verlegen. Schneider hob die gute und enge Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Idar-Obersteiner Oberbürgermeister Frank Frühauf hervor: „Wir kommen sehr gut miteinander aus.“ Gemeinsam wolle man den von Jugendlichen aus Idar-Oberstein gewünschten Stadtpark im Bereich Weiherschleife verwirklichen.

Ein „Weiter so“ dürfe es nicht geben, betonte Ulrike Nadig, die sich selbst als Alternative zum Amtsinhaber vorgeschlagen hatte, bei ihrer Vorstellung. Sie präsentierte sich erneut als Verfechterin der direkten Demokratie und sprach sich für mehr Bürgerbeteiligung aus. „Wir müssen das Füreinander und Miteinander stärken.“ Das größte Problem des Landkreises seien die seit 2008 explodierten Schulden. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1575 Euro liege der BIR-Kreis auf Platz 22 von 24 Kreisen im Land. Gegen alle Widerstände müssten die Steuern und Abgaben gesenkt werden, forderte die 62-Jährige.

Von Kurt Knaudt | Nahe Zeitung vom Dienstag, 26. Juni 2018, Seite 17

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