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Christlich Demokratische Union - Kreisverband Birkenfeld

Bei einer routinemäßigen Kontrolle am 27. Juni 2016 wurden am Hochbehälter Silbrich bei Kirschweiler eine Belastung mit Kolibakterien festgestellt, was zur Anordnung eines Abkochgebotes der betroffenen Ortsgemeinden für Trinkwasser seitens des Gesundheitsamtes führte. Die Mitglieder des Werksausschusses der Verbandsgemeinde Herrstein wurden durch den Werkleiter über Geschehnisse, Reaktionen und Öffentlichkeit schriftlich informiert. Dennoch sind viele offenen Fragen geblieben und so reagieren die Mitglieder der CDU-Fraktion mit Unverständnis, dass Verbandsbürgermeister Weber eine für am 12. Juli 2016 angesetzte Sitzung des Werksausschusses mangels Themen ausfallen ließ.

Fraktionsmitglied Kirsten Beetz, ebenso Fraktionsvorsitzende im Kreistag meint: “ Bis heute fehlt jegliche Information über die Ursache der Belastung durch dieses im menschlichen und tierischen Darm vorkommende Bakterium. Sind Vorbeugemaßnahmen zu treffen oder getroffen worden um sicherzustellen, dass eine zukünftige Gefährdung der Bevölkerung nicht mehr vorkommen kann?

Der Nahe-Zeitung, welche zu jeder Zeit um Aufklärung der Bevölkerung bemüht war, muss an dieser Stelle ein großes Lob ausgesprochen werden.“

Der Fraktionsvorsitzende Dieter Albert fügt an: „Gibt es bei solchen Vorkommnissen Notfallpläne, oder müssen solche, nach den aktuellen Erfahrungen noch erstellt werden? Wie kann es sein, dass Verwaltungen telefonisch nicht erreichbar sind und warum werden keine Bestätigungsmeldungen per Email verlangt. Auf welcher Ebene lief die Kommunikation zwischen den einzelnen betroffenen Verbandsgemeindeverwaltungen. Wo war Bürgermeister Weber während der Koordination der Maßnahmen? Im Gegensatz zu Amtsärztin Frau Dr. Thiel, die sich gegenüber der Presse zu den angeordneten Vorsichtsmaßnahmen äußerte, fehlt bis heute jegliches Statement von Bürgermeister Weber.

Kritisch hinterfragt werden muss auch die Zusammenarbeit mit den Medien. Stephan Dreher, stellv. Fraktionsvorsitzender fragt sich wie die das dringend notwendige Informieren der Nahe-Zeitung vergessen werden konnte. Dreher weiter: „Die Warnung der Menschen in den betroffen Orten durch Flugblätter und Lautsprecherdurchsagen ist gut. Aber die Menschen reden miteinander. Um eine unnötige Beunruhigung der Menschen in den nicht betroffen Orten zu vermeiden, sollten auch diese informiert werden. Im Zeitalter der digitalen Kommunikation ist dies kein Problem. Twitter, Facebook, Homepages von Verwaltungen und Presse sind dazu hervorragend geeignete Werkzeuge.

Lobenswert ist deshalb der Einsatz von Landrat Dr. Matthias Schneider, der auf seinem privaten Facebook Account über den Sachverhalt informierte und in der dadurch angestoßenen Diskussion nicht betroffene Ortschaften ausgeschlossen werden konnten, und somit zur Beruhigung der Menschen eine maßgeblichen Beitrag leistete.

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