CDU-Kreisverband Birkenfeld

Wir in Hunsrück und Westrich!

-Neue Mitglieder im Team der Lebensretter-

Wie wichtig ist Küssen für unser Immunsystem? Wie lange ist unsere DNA Und warum gleicht die Suche nach einem passenden Stammzellspender manchmal der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen? Darüber ließen sich in dieser Woche die Mitglieder des Junge Union-Kreisverbandes Birkenfeld in der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands ältester Stammzellspenderdatei informie-ren.
Initiiert hatte den Besuch Dominik Kierspel, Vorsitzender des JU-Stadtverbandes Idar-Oberstein, der seit Jahren als Stammzellspender in der Spenderdatei registriert ist. Vor wenigen Monaten hat er einem jungen Mann aus Kanada durch seine Stammzellspende die Chance gegeben, den Blutkrebs zu besiegen. Der 31-Jährige Diamantschleifermeister hatte damals in der Entnahmestation der Stiftung gespendet. Jetzt kam er wieder und brachte die Mitglieder des Kreisverbandes mit.

 

Mit großem Interesse und vielen Fragen kam der politisch engagierte Nachwuchs der CDU in die Stiftung am Dambacher Weg. Was ist der Unterschied zwischen einer Knochenmarkspende und einer Spende peripherer Blutstammzellen? Welche Analysemethoden werden im Labor der Ste-fan-Morsch-Stiftung angewandt? Wie funktioniert die internationale Vernetzung der Stammzell-spenderdateien? Wie viele Arbeitsplätze hat die Stiftung am Standort Birkenfeld?

Emil Morsch, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Stiftung, liegt diese Art Aufklärungsarbeit am Herzen: „Leider wissen viele Menschen nicht, dass jeder gesunde Mensch ab 18 Jahren mit einer Stammzelltransplantation Leben retten kann. Die Mitglieder der Jungen Union sind mit ihrem Engagement Multiplikatoren. Politik bedeutet, aktiv an der Gestaltung des Gemeinwesens zu ar-beiten. In dieser Hinsicht sind unsere Besucher heute ein Vorbild."

Die Stefan-Morsch-Stiftung in Birkenfeld beschäftigt mehr als 60 Mitarbeiter: Ärzte und anderes medizinisches Personal, Laborfachleute aber auch Verwaltungsfachleute der Spenderdatei. Jähr-lich werden aus der Stiftung fast 600 Spender angefragt, ob sie mit einer Blutstammzell- bzw. Knochenmarkspende einem an Leukämie erkrankten Menschen eine Chance auf Heilung geben. Die Entnahme peripherer Blutstammzellen wird in der hauseigenen Apherese in Birkenfeld vorge-nommen. Im HLA-Labor der Stiftung wer-den jährlich bis zu 40 000 Blutproben analysiert. Zudem sind beinahe täglich Teams der Stefan-Morsch-Stiftung unterwegs, um über die Hilfe für Leukä-mie- und Tumorkranke aufzuklären.

André Bender, Kreisvorsitzender der Jungen Union und die Mitglieder der JU als auch Bürger, waren von den Eindrücken „fasziniert". Bender am Ende des Besuchs: „Ich bin seit Jahren Blut-spender, deshalb habe ich mich jetzt auch typisieren lassen. Ich finde es wichtig zu wissen, dass man so das Leben von Menschen retten kann."

Mit der Transplantation von Stammzellen bekommt der Patient ein neues blutbildendes System. Diese Stammzellen befinden sich im Knochenmark. Um sie zu übertragen, gibt es zwei Möglichkeiten: Die Entnahme von Knochenmark aus dem Beckenkamm – niemals aus dem Rückenmark. Oder die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Dialyse. Da-zu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt. In einer Entnahmestation – wie bei der Stefan-Morsch-Stiftung – werden dann die Stammzellen entnommen. Über die Art der Spende entschei-det der Stammzellspender. Das Transplantat wird dann schnellstmöglich zum Patienten gebracht - ob in die USA, Australien oder nach Kanada – wie im Fall des Patienten für den Dominik Kiers-pel gespendet hat.

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