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Christlich Demokratische Union - Kreisverband Birkenfeld

Auf Einladung der Senioren-Union (SU) referierte der ehemalige Chefarzt im Klinikum Idar-Oberstein, Dr. Gunter Bühler über das Thema: Demenz - Licht am Ende des Tunnels?

Karl-Heinz Totz, Kreisvorsitzender der SU konnte dazu im Namen des Vorstandes über 80 interessierte Teilnehmer im Nebenzimmer der Stadenhalle begrüßen.

„Jeder von uns verlegt einmal seinen Hausschlüssel, oder kann sich einmal einen Namen nicht merken – Vergesslichkeit ist normal“, eröffnete Dr. Bühler seinen Vortrag. „Genau so, dass wir mit zunehmendem Alter langsamer werden – die Erfahrung eines langen Lebens macht diese Defizite mehr als wett. Wenn Sie sich jedoch häufig an etwas nicht mehr erinnern können, das gerade erst passiert ist, könnte diese Vergesslichkeit ein erstes Anzeichen für Alzheimer sein“.

Die erhöhte Lebenserwartung in Mitteleuropa ist sicherlich ein Grund für die Zunahme der Demenzerkrankung, denn fast jeder dritte 85jährige ist davon betroffen. Unabhängig von den geistigen Fähigkeiten einer Person, betrifft es alle Gesellschaftsschichten.

Demenz ist ein Oberbegriff für rund 50 Krankheiten, von denen Alzheimer die häufigste ist. Der Verlust von Nervenzellen im Gehirn wirkt sich bei Betroffenen zuerst auf das Gedächtnis aus. Auch wenn sich die Symptome vieler Demenzen ähneln, gibt es große Unterschiede. Alzheimer und die beginnende Vergesslichkeit lassen sich Monate, manchmal Jahre ignorieren und überspielen. Letztlich schadet das aber mehr, als es nützt. Denn eine frühe Behandlung ermöglicht es, länger selbstständig und selbstbestimmt zu leben. Hier sind besonders Angehörige z.B. Ehepartner, Kinder usw. gefordert, dem Betroffenen Hilfestellung zu leisten indem man ihn einer frühzeitigen ärztlichen Behandlung zuführt. Sehr wichtig ist es, schon jetzt vorzusorgen und rechtliche, gesundheitliche und finanzielle Angelegenheiten für die Zukunft in gute Hände zu geben.

Der Verlauf einer Demenz des Alzheimer-Typs umfasst drei Stadien mit unterschiedlich ausgeprägten Symptomen. Zu Beginn leidet das Kurzzeitgedächtnis. Betroffene sind vergesslich, verlegen häufig Gegenstände und es kommt zu Konzentrationsschwierigkeiten. Wörter für alltägliche Dinge fallen ihnen nicht mehr ein und in fremder Umgebung kommt es zum Orientierungsverlust. Ob und wann die einzelnen Demenzsymptome auftreten, ist verschieden. Ein Indiz für das Fortschreiten der Alzheimer-Demenz ist der Abbau des Langzeitgedächtnisses. Erinnerungen an vergangene Jahrzehnte verblassen, nahe Angehörige werden irgendwann nicht mehr erkannt. Im späteren Stadium bauen Demenzkranke auch körperlich ab und sind bei allen Tätigkeiten auf Hilfe angewiesen.

Als Vorbeugung, so Dr. Bühler, sollte der ältere Mensch sich schönen Dingen widmen, bejahend denken, Körper- und Gehirntraining betreiben und so gesund wie möglich leben. Freude und Humor, Austausch mit Freunden und Familie sind für eine positive Lebenseinstellung ein wichtiger Faktor.

Nachdem der Referent die vielen Fragen, die aus dem Publikum gestellt wurden, beantwortet hatte, bedankte sich SU-Vorsitzender Totz bei Herrn Dr. Bühler mit einer schönen Achatscheibe für diesen informativen Nachmittag. Zudem wies er auf die kommende Veranstaltung am 14. Mai um 15.00 Uhr, Besuch der Fa. Hunsrück Sondertransporte in Hoppstädten-Weiersbach, hin. Auch hier sind Gäste willkommen.

Allen Anwesenden wurde am Ende der Veranstaltung die Notfalldose sowie der Notfall-Infoausweis als Geschenk, passend zu dem medizinischen Vortrag, überreicht.

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